Trennungen müssen nicht in Angst, Burnout, Not und Depressionen enden. Neue Wohngemeinschaften fangen auf!

Wer glaubt heute noch an die lebenslange grosse und einzige Liebe? Wird uns das in Liebesfilmen gezeigt? Gibt es uns die Gesellschaft vor? Reden wir es uns selbst ein? Oder lesen wir Statistiken falsch?

Nach einer Trennung fühlen sich noch heute viele als Versager und schuldig gegenüber ihren Kindern. Oft sind die Folgen daraus Burnout, Depressionen und finanzielle Not.

Viele, welche eine Beziehung beenden, fühlen sich als Versager, weil sie das Ziel einer lebenslangen, glücklichen Ehe nicht erreicht haben! Sie haben das Gefühl, sich rechtfertigen und erklären zu müssen, ihre Verantwortung als Eltern nicht wahrgenommen und ihren Kindern Leid zugefügt zu haben.

Das heutige Leben verändert sich rasend schnell. Und doch ist das Schliessen eines lebenslänglichen, fixen Ehevertrages in unserer Gesellschaft nach wie vor eine alltägliche Sache.

Es gehört dazu, im Laufe unseres Lebens viele unterschiedliche Erfahrungen zu machen. Eine der besten Möglichkeiten dafür sind Partnerschaften und das Grossziehen von Kindern. Das Leben ist in Bewegung und wir gehen davon aus, dass kleine und grosse Veränderungen in unserem Leben dazu gehören. Dennoch schliessen wir in unseren Ehe- und Beziehungsversprechen noch immer lebenslange fixe Verträge ab, welche nur gerichtlich aufzulösen sind. Deshalb ist die Frage nach dem Sinn solcher nicht-anpassungsfähigen Verträgen berechtigt. In kaum einem anderen Lebensbereich würden wir Verträge mit ewiger Laufzeit unterschreiben. Vielen Kindern wird von den Eltern versprochen, dass sie für immer zusammenleben werden. Kommt es dann anders, ist die Enttäuschung für alle gross und die Situation wird nicht selten als Katastrophe empfunden!

Zur heutigen schnelllebigen Zeit würden anpassungsfähige, immer wieder neu verlängerbare Verträge besser passen und die Selbstverantwortung erhöhen.

Stellen wir uns vor, Folgendes würde in unserer Gesellschaft als „normal“ gelten: Jede Verbindung wird für eine unbestimmte Dauer abgeschlossen. Sie kann also ebenso gut lebenslang dauern, als auch viel früher enden. Beide Partner entscheiden sich als erwachsene Menschen für eine eheähnliche Lebensform, festgehalten in einem Vertrag, der regelmässig aktiv verlängert werden muss. Beide sind sich dabei bewusst, dass sich Bedürfnisse über die Jahre ändern werden. So ist niemand für den andern lebenslang verantwortlich oder trägt finanzielle Verpflichtungen. Was die Kinder betrifft, tragen beide diese gemeinsam. Diese Selbstverantwortung spielt von Anfang an eine wichtige Rolle und beeinflusst die Aufteilung der Kindererziehung, Haushaltführung und der beruflichen Planung.

Bei den einen gestaltet sich die Beziehung über Jahre so, dass sich alle Beteiligten darin entwickeln und verändern können und sie sich wohlfühlen. Dann wird der Vertrag miteinander höchst wahrscheinlich regelmässig verlängert. Denn Vertrautes bringt uns in der Regel gewünschte Gefühle der Sicherheit und Geborgenheit.

Andere Paare stehen nach einer gewissen Zeit an unterschiedlichen Orten. Das Leben wird immer mehr zum Kompromiss und beide fühlen sich je länger, je mehr eingeschränkt und unverstanden.

Bevor die Liebe in den eigenen vier Wänden erstickt und es zu Streit und Trennung kommt, gilt es neue Lösungen ausserhalb zu finden: Wohngemeinschaften bringen Entlastung und neue Möglichkeiten.

Nicht wenige Betroffene versuchen heute in festgefahrenen Beziehungen, den anderen in die eigene Richtung zu ziehen und ihn von der eigenen Wahrheit zu überzeugen. Zeigt das keine Wirkung, folgen gegenseitige Vorwürfe! Dies führt immer häufiger zu Streit, bis es schliesslich zur Trennung kommt. Dann versuchen nicht selten beide noch rauszuholen, was möglich ist. Dabei führen Enttäuschung und verletzte Gefühle auf beiden Seiten zu schmerzhaften Auswirkungen. Darunter leiden nicht nur die Kinder.

So weit muss es nicht kommen: Merken beide Partner, dass sie sich auseinanderentwickeln, schauen sie spätestens bei ihrer Vertragserneuerung, welche Veränderungen nötig sind. Es geht dabei nicht darum, wer falsch oder richtig liegt. Statt die Energie in Streitereien zu verlieren, sollte auch nach Lösungen ausserhalb der bestehenden vier Wände gesucht werden. Eine davon könnte sein, dass sich Mütter und Väter mit ihren Kindern mit anderen Elternteilen und ihren Kindern zusammenfinden. Dabei entstehen neue Zusammensetzungen zum Wohnen. Die Kinder hätten einander zum Spielen und die Erwachsenen könnten sich gegenseitig im Haushalt und bei der Kinderbetreuung unterstützen. Die Erziehungsansichten der Väter stimmen oft besser überein. Auch Mütter untereinander kommen oft einfacher miteinander klar. Zumal es auch einsame Grosseltern und Studenten gibt, welche vorübergehend gerne einmal zu dieser Gemeinschaft gehören.
Vielleicht ist die Liebe zwischen den Paaren ja noch spürbar. Zwei Wohnorte sind nicht zwingend einer gefühlsmässigen Trennung gleichzusetzen. Möglicherweise blühen die Gefühle für einander gerade in der neuen Wohnform wieder auf. Damit Eltern weiterhin gemeinsam die Verantwortung für ihre Kinder übernehmen können, müssen die Wohnorte möglichst nah beieinander liegen. So können sich alle ohne Aufwand zwischen den Wohnungen bewegen. Absprachen, wer was übernimmt, müssen getroffen werden. Doch das ist nicht wesentlich anders, als wenn alle zusammen wohnen.

Gemeinsam statt einsam. Wohngemeinschaften fangen Überforderungen, Depressionen und finanzielle Not zum Wohle aller auf. Sie sind veränderbar und passen sich den Bedürfnissen der Menschen an.

Finanzielle Aspekte spielen sowohl in der herkömmlichen Familiensituation, als auch bei Trennungen eine zentrale Rolle. Wohngemeinschaften ergänzend zur Kleinfamilie können viel auffangen. Das hat weniger Überforderung, Depressionen, Burnouts und finanziellen Problemen zur Folge und ist über die Jahre einfacher wieder veränderbar.

Bist auch du in einer ähnlichen Situation? Ich helfe dir gerne.

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